Die Entstehungsgeschichte meiner Figuren

Tami Leysing • 29. April 2026

Die Entstehungsgeschichte meiner Figuren und warum Islandpferde dabei eine besondere Rolle spielen 

18/2026
Wie echte Begegnungen, leise Beobachtungen und eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Pferd zur Grundlage meiner Isilove-Reihe wurden
Wenn ich auf meine Isilove-Reihe blicke, beginnt alles an einem Ort, der zunächst wenig mit Schreiben zu tun hat. Es ist kein Schreibtisch, kein ausgearbeiteter Plot und auch keine fertige Figur, die am Anfang stand. Vielmehr war es ein Gefühl, das sich entwickelt hat. Getragen von einem ganz bestimmten Ort und einem ganz besonderen Pferd. 
Der Ursprung dieser Geschichten liegt auf dem Rücken meiner Islandstute Snerpa.

Wie aus einem Gefühl eine Geschichte wurde 

Viele stellen sich vor, dass Figuren im Kopf entstehen, vielleicht beim Planen oder während des Schreibens. Bei mir entwickelte sich dieser Prozess anders. Meine Geschichten wachsen aus dem Leben heraus: aus Situationen, Begegnungen und Beobachtungen. 


Der Ort, an dem alles begann, ist ein idyllischer Reiterhof. Meine Islandstute lebt dort gemeinsam mit vielen anderen Pferden in Offenstall-Paddocks. Es ist ein lebendiger Ort, an dem sich unterschiedlichste Menschen begegnen. Jede und jeder mit einer eigenen Geschichte, eigenen Stärken und Unsicherheiten. 


Mit der Zeit fiel mir etwas auf, das mich faszinierte: Die Kombinationen aus Mensch und Pferd wirken selten zufällig. Es entsteht der Eindruck, als würde jedes Pferd genau zu dem Menschen gehören, der zu ihm passt. So richtig, wie der Topf zum Deckel, wie man bei uns sagt. 

Das besondere Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd 

Diese Beobachtung bestätigte sich immer wieder. Im Stallalltag, aber auch in besonderen Situationen. Besonders eindrücklich wurde es für mich während der Reiterferien. 


Unsere Reitlehrerin nimmt sich Zeit, die Jugendlichen kennenzulernen. Sie beobachtet aufmerksam, wie sie sich bewegen, wie sie sprechen, wie sie mit Unsicherheit oder Selbstvertrauen umgehen. Auf dieser Grundlage trifft sie eine Entscheidung, die zunächst unscheinbar wirkt, aber oft eine große Wirkung entfaltet: Sie weist jedem ein bestimmtes Pferd zu. 


Was danach geschieht, ist ganz schwer zu beschreiben. Obwohl mir als Autorin, nicht die Worte fehlen sollten, doch genau da, ist es so.  Zwischen Mensch und Tier entsteht eine Verbindung, die Reiterinnen und Reiter formen. Manche Menschen finden Halt, andere werden herausgefordert. Wieder andere entdecken Seiten an sich, die ihnen nicht bewusst waren. 


Diese Momente haben mich geprägt. Sie haben in mir Fragen ausgelöst. 

Die Frage hinter der Geschichte

Warum scheinen bestimmte Menschen und Pferde so gut zusammenzupassen?
Weshalb berühren Pferde oft genau die Themen, mit denen sich ein Mensch gerade auseinandersetzt? 

Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass hier etwas geschieht, das sich nicht rational erklären lässt. Es geht um Entwicklung, um Begegnung und letztlich um eine Reise, die für uns Menschen nach innen führt. Ganz unabhängig vom Alter oder den reiterlichen Voraussetzungen. 


Genau an diesem Punkt entstand die Idee zur Isilove-Reihe. 

Die Geburtsstunde der Isilove-Reihe

Ich wollte Geschichten erzählen, die diese besondere Verbindung aufgreifen. Geschichten über Jugendliche, die sich in einer Phase befinden, in der vieles gleichzeitig geschieht: Sie suchen ihren Platz, hinterfragen sich selbst und beginnen, ihren eigenen Weg zu formen. 


Die Figuren meiner Bücher stehen an einem Übergang. Sie bewegen sich zwischen Anpassung und Abgrenzung, zwischen Unsicherheit und dem Wunsch, für sich selbst einzustehen. Diese Entwicklung ist selten geradlinig. Sie ist geprägt von Zweifeln, kleinen Erfolgen und einer Zeit, in der sich etwas verschiebt. 


In diesem Prozess spielen Islandpferde eine zentrale Rolle. Sie begleiten die Figuren, fordern sie heraus und geben ihnen Halt. Oft genau dann, wenn Freundschaften, die Beziehung zu den Eltern oder auch das eigene Selbstwertgefühl nicht ausreichen. 

Figuren entstehen aus dem Leben

Meine Figuren entstehen aus dem, was ich erlebe und beobachte. 


Viele Eindrücke fließen in ihre Gestaltung ein: Gespräche auf dem Hof, stille Momente beim Reiten, kleine Gesten im Umgang mit den Pferden. Daraus formen sich Charaktere, die etwas Echtes in sich tragen. 


Natürlich arbeite ich fiktional mit diese Figuren. Denn in einer Geschichte brauchen wir Charaktere die zunächst geprägt sind von inneren Spannungen. Sie tragen Zweifel in sich, erleben Unsicherheiten und sehnen sich gleichzeitig nach Klarheit und Zugehörigkeit. Ihre Entwicklung entsteht aus der Auseinandersetzung mit diesen Themen. 


Im Zentrum steht dabei immer die Frage, wie ein Mensch seinen eigenen Weg findet – und den Mut entwickelt, ihn auch zu gehen. 

Die besondere Rolle der Islandpferde

Islandpferde besitzen für mich eine besondere Intuition. Es geht dabei weniger um ihre Fähigkeiten oder ihre äußeren Merkmale, sondern um ihre Wirkung auf uns Menschen. 


Sie reagieren unmittelbar und ehrlich. Sie nehmen Stimmungen wahr und spiegeln sie auf eine Weise, die oft überraschend klar ist. Wer sich auf diese Begegnung einlässt, wird unweigerlich mit sich selbst konfrontiert. 


Gerade im Jugendalter, in dem viele Emotionen gleichzeitig präsent sind, entsteht dadurch ein besonderer Raum. Ein Raum, in dem Entwicklung möglich wird, ohne dass sie erzwungen werden muss. Ein Raum, der ganz leise, Impulse setzt die prägen. 


Diese Eigenschaften macht Islandpferde zu einem zentralen Element meiner Geschichten. 

Jede Figur findet ihr Pferd

Ein Gedanke begleitet die gesamte Isilove-Reihe: Jede Figur begegnet dem Pferd, das sie in diesem Situation braucht. 


Dabei geht es nicht um Perfektion oder einfache Lösungen. Vielmehr entsteht eine Beziehung, die herausfordert, stärkt und verändert. Genau darin liegt ihre Kraft. 


Diese Idee spiegelt sich auch im echten Leben wider. Auf dem Reiterhof habe ich immer wieder erlebt, wie sich solche Verbindungen entwickeln: fast unbemerkt, und doch mit großer Wirkung. 

Schreiben zwischen Realität und Fiktion

Viele Szenen und Stimmungen in meinen Büchern haben ihren Ursprung im Alltag auf dem Hof. Begegnungen mit anderen Reiterinnen und Reitern, Gespräche am Stall oder Beobachtungen im Umgang mit den Pferden bilden die Grundlage. 


Doch eine Geschichte entsteht erst wenn, ich sie weiterdenke, verdichte und mit neuen Perspektiven versehe. Der emotionale Kern bleibt jedoch erhalten. 


Genau diese Verbindung zwischen Realität und Fiktion macht das Schreiben für mich so besonders. 

Warum diese Geschichten berühren

Ich glaube, dass sich viele Leserinnen und Leser in meinen Figuren wiederfinden, weil sie etwas Universelles ansprechen. Es geht um Themen, die viele Leser:innen kennen: Zweifel, die Suche nach Zugehörigkeit und den Wunsch, den eigenen Platz im Leben zu finden. 


Diese Erfahrungen verbinden. Sie schaffen Nähe und ermöglichen es, sich in einer Geschichte wiederzuerkennen. 

Was mich tatsächlich antreibt

Beim Schreiben und beim Reiten entstehen Begegnung, Begegnungen, die verändern können. 


Mit der Zeit wächst Vertrauen. Aus Unsicherheit entsteht Mut, aus Distanz entsteht Verbindung. Diese Entwicklung geschieht Schritt für Schritt. 


Dafür stehen meine Geschichten. 

Und Figuren entstehen aus Begegnungen

Die Erfahrungen meiner Isilove-Reihe bilden die Grundlage für meine Figuren. Sie verleihen ihnen Tiefe und machen sie für mich greifbar. 


Vielleicht ist es diese Nähe zur Realität, die dazu führt, dass mir meine Figuren so sehr am Herzen liegen. 


Mich interessiert an dieser Stelle besonders:
Hast du schon einmal erlebt, dass dir ein Tier oder ein Ort genau im richtigen Moment begegnet ist? 

Wenn du mehr über meine Jugendbuchreihe erfahren möchtest:
In der
Isilove-Reihe begleite ich Figuren auf ihrem Weg zu sich selbst, zusammen mit  Islandpferden, die oft mehr verändern, als man erwartet. 

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Was dich erwartet: Verständliche, emotionale Sprache Starke, aber nahbare Heldinnen Themen wie Selbstzweifel, Zukunftsentscheidungen und erste große Gefühle Keine überfordernden expliziten Inhalte Emotionale Tiefe ohne Überdramatisierung Perfekt für junge Leser:innen – und für alle, die Pferdegeschichten mit Herz lieben. Muss ich die ISILOVE-Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen? Kurzantwort Nein. Jeder Band ist eigenständig lesbar. Wichtig zu wissen: Jede Geschichte hat eine eigene Protagonistin Jede Story hat einen abgeschlossenen Konflikt Das verbindende Element ist der Islandpferdehof Litliheimar Manchmal tauchen bekannte Figuren wieder auf Kein Vorwissen nötig Du kannst mit dem Band starten, dessen Klappentext dich am meisten anspricht. Was macht einen guten Coming-of-Age-Roman aus? Eine Figur wächst über sich hinaus, durch Entscheidungen, Fehler und Mut. Typische Merkmale: Innere Konflikte Identitätsfindung Erste Liebe Konflikte mit Eltern oder Umfeld Ein Wendepunkt, der alles verändert In ISILOVE bedeutet das: In „Geh deinen Weg“ kämpft Hanna gegen Erwartungsdruck. In „Nah am Abgrund“ muss Kathi Verantwortung übernehmen. Coming-of-Age bedeutet nicht Perfektion, sondern Entwicklung. Was unterscheidet Jugendbuch von Young Adult? Jugendbuch ist oft zugänglicher, Young Adult emotional intensiver: ISILOVE verbindet beides. Jugendbuch: Frühe Teenjahre Leicht zugängliche Sprache Erste große Konflikte Young Adult: Intensivere Gefühlswelten Identitäts- und Zukunftsfragen Beziehungsdynamiken ISILOVE: Jugendbuch mit YA-Tiefe. Ideal für Leser:innen zwischen 10 und 18 und darüber hinaus. Welche Themen behandelt „Isilove – Geh deinen Weg“? Kurzantwort Träume vs. Erwartungen und der Mut, sich selbst treu zu bleiben. Zentrale Themen: Druck der Eltern Erste große Liebe Berufswunsch Pferdewirtin Finanzielle Eigenständigkeit Selbstbestimmung Für alle, die schon einmal gehört haben: „Das schaffst du nicht.“ Welche Themen behandelt „Isilove – Nah am Abgrund“? Kurzantwort Fehler, Konsequenzen und die Frage: Wer will ich wirklich sein? Zentrale Themen: Außenseiterin sein Drogenfund und Sozialstunden Neuanfang auf einem Pferdehof Rivalität und Eifersucht Vertrauen lernen Ein intensiver Band für alle, die Geschichten mit Kante lieben. Muss ich Pferdewissen haben, um ISILOVE zu lesen? Kurzantwort Nein, aber Pferdeliebhaber:innen werden viele Details wiedererkennen. Für Pferdefans: Stallalltag Verantwortung für ein eigenes Pferd Emotionale Bindung Islandpferde-Atmosphäre Für Nicht-Pferdefans: Fokus liegt auf den Figuren Konflikte sind universell Pferde sind Spiegel der Gefühle Pferde sind das Herz, aber lange nicht der Kern der Geschichten. Warum sind Pferdehof-Romane so beliebt? Kurzantwort Weil sie Geborgenheit und Drama perfekt verbinden. Was Leser:innen lieben: Natur & Waldrand-Atmosphäre Freundschaft & Herdengefühl Bindung zwischen Mensch und Pferd Flucht aus dem Alltag Besonderheit bei ISILOVE: Islandpferdehof Litliheimar in Bayern, mit ganz eigener Stimmung. Pferdegeschichten sind emotionale Heimat. Wie viel Romantik steckt in ISILOVE? Kurzantwort Romantik spielt eine große Rolle, ersetzt aber nie die persönliche Entwicklung. Wichtig: Liebe ist Auslöser, nicht Lösung Konflikte bleiben realistisch Heldinnen müssen selbst handeln Gefühle sind intensiv und glaubwürdig Herzklopfen ja, Kitsch nein. Gibt es sensible Themen? Kurzantwort Ganz klar, ja! Themen, auch für künftige Bände können sein: Drogenkonsequenzen Außenseitererfahrungen Familiärer Druck Selbstzweifel Esstörung Mobbing Schuldgefühle Geschwisterkonflikt Armut und Ausgrenzung Warum das wichtig ist: Weil echte Entwicklung oft dort beginnt, wo es weh tut. Daher sind meine Geschichten immer emotional, aber auch hoffnungsvoll. Für wen ist die ISILOVE-Reihe besonders geeignet? Ideal für: Pferdemädchen ab 10 Teenager in Umbruchphasen Leser:innen, die starke Heldinnen mögen Fans von Coming-of-Age & Romance Pferdefrauen, die emotionale Geschichten lieben Wenn du Pferde + Gefühl + Selbstfindung magst, bist du hier richtig. Wie finde ich heraus, ob ISILOVE mein Buch ist? Der Mini-Selbsttest: Wenn du mindestens zwei Aussagen fühlst, passt die Reihe zu dir: Ich liebe Pferdegeschichten. Ich mag starke Mädchenfiguren. Ich lese gern über erste große Liebe. Ich suche Geschichten über Mut und Selbstbestimmung. Ich will Bücher, die Hoffnung machen. ISILOVE ist für alle, die ihren eigenen Weg suchen oder gerade dabei sind, ihn zu finden. Die ISILOVE-Reihe erzählt eigenständige Geschichten starker junger Frauen, verbunden durch den Islandpferdehof Litliheimar. Du kannst mit jedem Band starten. Vielleicht erkennst du dich in Hanna wieder. Vielleicht mehr in Kathi. Vielleicht wartet deine Lieblingsfigur erst im nächsten Band. Welcher Band spricht dich gerade am meisten an? Entdecke die Reihe hier: Isilove-Reihe