Was junge Leser:innen aus meinen Büchern mitnehmen
Was junge Leser:innen aus meinen Büchern mitnehmen können
Die zentrale Botschaft: Du kannst deinen Weg nicht abgeben
Die wichtigste Erkenntnis steht bewusst am Anfang, weil sie das Fundament aller Geschichten bildet:
Du musst deinen Weg selbst gehen – auch wenn andere dich begleiten.
In meinen Büchern entstehen Beziehungen: Freundschaften, die erste ehrliche Liebe, Verbindungen zu Pferden. Doch keine dieser Beziehungen nimmt den Figuren ihre Entscheidungen ab.
Das bedeutet für Leser:innen:
- Probleme verschwinden nicht, nur weil jemand da ist
- Unterstützung hilft, ersetzt aber keine eigene Haltung
- Entwicklung geschieht von innen, nicht durch äußere Lösungen
Gerade im Umgang mit Islandpferden wird das deutlich. Ein Pferd reagiert nämlich unmittelbar auf Unsicherheit, Zögern oder innere Unklarheit. Es verlangt Präsenz. Und wer nicht entscheidet, kommt nicht vorwärts. Diese Erfahrung überträgt sich auf das eigene Leben, sogar sehr nachhaltig.
Selbstvertrauen entsteht im Tun, nicht im Denken
Viele meiner Protagonistinnen beginnen ihre Geschichte mit Zweifeln. Sie fühlen sich unsicher, fehl am Platz oder überfordert. Das ist kein Ausgangspunkt, den sie „überwinden“, sondern einer, von dem aus sie sich entwickeln.
Was Leser:innen hier mitnehmen können:
Kleine Schritte verändern mehr als große Vorsätze
Selbstvertrauen wächst nicht durch den perfekten Plan, sondern durch Erfahrung.
Ein erster Versuch, ein kurzer Moment des Dranbleibens, das sind die eigentlichen Wendepunkte.
Angst ist kein Hindernis, sondern Teil des Weges
Die Figuren haben Angst. Vor dem Scheitern, vor Ablehnung, vor sich selbst.
Und genau darin liegt ihre Stärke: Sie gehen trotzdem weiter.
Rückschritte gehören dazu
Entwicklung verläuft nicht geradlinig. Zweifel kehren zurück. Entscheidungen werden hinterfragt.
Das macht die Geschichten glaubwürdig und entlastend für Leser:innen. Bei wem klappt schon alles auf das erste Mal.
Verantwortung verändert den Blick auf sich selbst
Ein Pferd ist kein Freizeitobjekt. Es braucht Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit, Kontinuität. Diese Erfahrung ist zentral für viele Entwicklungen auf dem Hof Litliheimar, in meiner Isilove-Reihe. Genau deshalb habe ich diese Tiere gewählt. Weil sie in ihren Charaktereigenschaften so vielseitig sind wie wir Menschen. Und doch zufrieden, mit dem was sie sind. Was durch so eine Verbindung entstehen kann:
Beziehung statt Pflicht
Verantwortung fühlt sich nicht wie eine Last an, wenn sie aus Bindung entsteht.
Wer sich kümmert, baut Vertrauen auf und wird selbst Teil davon.
Struktur als Halt
Feste Abläufe geben Orientierung. Gerade in unsicheren Lebensphasen kann das stabilisierend wirken, wenn du dich auf etwas verlassen kannst.
Perspektivwechsel
Wenn ein anderes Lebewesen auf dich angewiesen ist, verschiebt sich der Fokus. Eigene Probleme treten nicht in den Hintergrund, aber sie ordnen sich neu. Du darfst sie für eine bestimmte Zeit vergessen, um das zu fühlen, was im Moment ist.
Freundschaft ist nicht konfliktfrei und genau deshalb so wertvoll
Freundschaften in meinen Büchern sind vielschichtig. Es gibt Nähe, aber auch Distanz. Vertrauen, aber auch Zweifel.
Was sie alle haben: Aus jeder Beziehung können wir lernen und wir nehmen diese Erfahrung mit, die kann uns keiner mehr nehmen. Das ist bewusst so.
Konflikte sind kein Scheitern
Missverständnisse, Eifersucht oder Verletzungen gehören zu echten Beziehungen. Sie zeigen, dass etwas auf dem Spiel steht. Wenn wir Gefühle investieren, gehen wir Risiken ein, die uns mutig machen und uns mit Erfahrungen bereichern.
Kommunikation erfordert Mut
Viele Probleme entstehen nicht durch das, was passiert, sondern durch das, was nicht gesagt wird. Offenheit ist oft der schwierigere Weg, aber der entscheidende. Wer dich so liebt, wie du wirklich bist, derjenige ist deine Freundschaft erst wert.
Verzeihen ist eine aktive Entscheidung
Freundschaften verändern sich. Nicht alle bleiben bestehen, aber viele können wachsen, wenn beide Seiten bereit sind, sich einzulassen. Kompromisse schließen, Fehler verzeihen und sich aufeinander einlassen, das ist es was Freundschaften ausmacht.
Gefühle dürfen widersprüchlich sein
Jugendliche erleben Emotionen oft intensiver und gleichzeitig unklarer. Meine Geschichten nehmen das ernst, ohne es zu vereinfachen. Die Zeit in der Jugendlich zum Erwachsenen werden ist eine einzige Berg- und Talfahrt. Ich möchte in meinen Romanen nicht darüber hinwegsehen, sondern genau das aufgreifen, damit genau du dich verstanden fühlst.
Mehrdeutigkeit ist erlaubt
Man kann gleichzeitig traurig und erleichtert sein. Wütend und verletzt. Gefühle schließen sich nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil, genau dieser innere Spagat fühlt sich doch so unheimlich schwer an. Doch es muss nicht alles sofort gelöst werden. Manche Fragen bleiben offen. Manche Entscheidungen brauchen Zeit. Das ist kein Mangel, sondern Teil des Prozesses.
Ehrlichkeit beginnt im Inneren
Im Umgang mit Pferden zeigt sich schnell, ob jemand bei sich ist oder nicht. Diese Erfahrung kann Leser:innen helfen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen. Sie kann dir helfen, bei dir selbst anzukommen.
Natur als Gegenpol zum Alltag
Der Islandpferdehof ist kein zufälliger Schauplatz. Die Natur spielt eine tragende Rolle. Sie ist nicht nur Kulisse, sondern als Erfahrungsraum. Der Abstand von zu Hause schafft Klarheit. In der Weite verändert sich die Perspektive. Probleme wirken weniger überwältigend.
Stille hat Qualität
Ruhe ist nicht leer, sondern ermöglicht Orientierung. Gerade in einer lauten, schnellen Welt wird das oft unterschätzt. Schulstress, Smartphones, Erwartungen der Eltern. Dem allen kannst du enfliehen, wenn du dich auf den Islandpferdehof Litliheimar entführen lässt, oder sogar auf einen Reiterhof, in deiner Nähe.
Bewegung bringt Gedanken in Fluss
Ein Ausritt, ein Spaziergang, körperliche Aktivität können helfen, innere Prozesse zu ordnen. Und glaub mir, Reiten ist ganz schön anstrengend. Aber das zufriedene Gefühl danach, ist unbeschreiblich.
Liebe ist Teil der Geschichte, aber nicht ihr Ziel
Romantische Gefühle gehören zum Erwachsenwerden. Auch in meinen Büchern spielen sie eine Rolle. Doch sie stehen nie über der persönlichen Entwicklung. Denn ich will dir damit sagen, gib dich selbst niemals auf.
Liebe löst keine grundlegenden Konflikte
Sie kann Impulse geben, Dinge in Bewegung bringen, aber nie ersetzen, was innerlich geklärt werden muss. Finde dich selbst, dann findest du den Menschen, der zu dir passt.
Eigenständigkeit bleibt zentral
Die Figuren müssen ihre Entscheidungen selbst treffen. Beziehungen begleiten diesen Prozess, sie führen ihn nicht. Und auch in Beziehung muss es Freiräume geben. Zeit für dich, Zeit für deine eigenen Gedanken. Vielleicht auch Zeit für deine Geheimnisse, die du eben nicht teilen möchtest. Auch das ist okay so.
Unvollkommenheit macht Beziehungen glaubwürdig
Nicht jede Verbindung ist eindeutig. Nicht jede Entwicklung abgeschlossen. Das entspricht der Realität, der Kinder- und Jugendliche genauso ausgesetzt sind, wie Erwachsene. Unvollkommenheit schafft Nähe. Du musst es nur zulassen.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg
Jede Geschichte auf Litliheimar erzählt von einer anderen Ausgangssituation, anderen Problemen, einer anderen Entwicklung. Jedes Thema ist wichtig: Leistungsdruck, Drogen, Essstörung, Mobbing, Migrationskonflikte. Große Konflikte, die in diesen Phasen so große Bedeutung bekommen, dass sie nur mit entsprechender Unterstützung überwunden werden können. Was sich daraus ergibt:
Vielfalt statt Ideal
Es gibt keine Vorlage, wie ein „richtiger“ Weg aussehen muss. Wir erkunden ihn gemeinsam.
Umwege sind Teil der Bewegung
Manchmal führt ein Schritt zurück zu mehr Klarheit als ein Schritt nach vorn.
Orientierung entsteht im Prozess
Nicht durch Planung allein, sondern durch Erfahrung.
Was wirklich bleibt – dass man wachsen kann
Am Ende bleibt selten eine klar benennbare Lehre. Es ist eher ein Gefühl, das sich festsetzt.
- Vielleicht ist es die Erkenntnis, dass Unsicherheit dazugehört.
- Vielleicht die Erfahrung, dass Entwicklung Zeit braucht.
- Vielleicht auch einfach die Gewissheit, nicht allein zu sein.
Und vielleicht entsteht daraus etwas Entscheidendes:
Das Vertrauen, dass man wachsen kann, auch ohne perfekte Antworten.








