Harte Schale, weicher Kern – Warum wir hinter die Fassade schauen sollten

Tami Leysing • 7. Juli 2026

Hinter Wut, Trotz und Coolness stecken oft verletzte Herzen

28/2026


Es gibt Menschen und Romanfiguren, die man sofort ins Herz schließt. Und dann gibt es jene, die anecken. Die provozieren. Die ihre Mitmenschen auf Abstand halten. Die scheinbar keine Hilfe wollen und jede ausgestreckte Hand zurückweisen.



Kathi aus meinem Jugendroman Isilove – Nah am Abgrund gehört zu dieser zweiten Kategorie.

Wer ihr begegnet, sieht zunächst ihre vielen Tätowierungen, ihre rebellische Art, ihre Null-Bock-Einstellung und ihr oft aufbrausendes Verhalten. Sie wirkt stark. Unnahbar. Vielleicht sogar einschüchternd. Doch wie so oft im Leben erzählt die Oberfläche nicht die ganze Geschichte.

Wenn Verletzlichkeit eine Rüstung trägt

Menschen entwickeln unterschiedliche Strategien, um mit Enttäuschungen, Verlusten und seelischen Verletzungen umzugehen. Manche ziehen sich zurück. Manche versuchen, alles richtig zu machen. Und manche bauen Mauern.

Sie wirken hart, obwohl sie innerlich längst verletzt wurden. Sie stoßen andere weg, bevor sie selbst wieder verlassen werden können. Sie greifen an, bevor sie angegriffen werden. Sie tun so, als wäre ihnen alles egal, obwohl sie sich nach Nähe, Verständnis und Zugehörigkeit sehnen.



Psychologen sprechen dabei häufig von Schutzmechanismen. Unser Gehirn versucht uns vor weiterem Schmerz zu bewahren. Das Problem dabei: Die Schutzmauer hält nicht nur Verletzungen fern – sie hält oft auch die Menschen auf Abstand, die uns eigentlich guttun würden.

Warum besondere Jugendliche solche Schutzschilde entwickeln

Die Jugendzeit ist eine Phase voller Veränderungen. Freundschaften verändern sich. Familien geraten manchmal aus dem Gleichgewicht. Die erste große Liebe kann ebenso glücklich machen wie tief verletzen.

Wo gehöre ich hin, wer bin ich eigentlich?


Während Erwachsene oft bereits ein gefestigteres Selbstbild besitzen, befinden sich Jugendliche mitten in diesem Entwicklungsprozess. Gefühle werden intensiver erlebt. Ablehnung schmerzt stärker. Verluste hinterlassen tiefere Spuren. Wer zurück denkt, kann sich sicher an diese Gefühle erinnern.


Nicht selten entstehen daraus Rollen, hinter denen sich junge Menschen verstecken:


  • Die Coole, die niemanden braucht.
  • Der Klassenclown, der alles ins Lächerliche zieht.
  • Die Rebellin, die gegen jede Regel verstößt.
  • Der Einzelgänger, der niemanden an sich heranlässt.
  • Die Perfektionistin, die niemals Schwäche zeigen darf.



Ich weiß noch ganz genau, welche Rolle ich eingenommen habe: die Rebellin. Im Nachhinein überkommt mich fast das schlechte Gewissen gegenüber meiner Eltern. Sie trugen es mit Fassung, doch leicht habe ich es ihnen nicht gemacht.

Diese Rollen wirken nach außen sehr überzeugend. Doch dahinter verbergen sich häufig Unsicherheit, Angst oder alte Verletzungen.

Das gibt es nicht nur bei Jugendlichen

Auch viele Erwachsene tragen solche Schutzschilde. Vielleicht kennen wir alle Menschen, die ständig sarkastisch wirken. Die niemals über ihre Gefühle sprechen. Die jede Hilfe ablehnen. Die sich hinter Arbeit, Erfolg oder einer scheinbar perfekten Fassade verstecken.


Manchmal entsteht der Eindruck von Stärke, obwohl in Wahrheit eine große Verletzlichkeit oder Unsicherheit dahinterliegt. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen. Nicht um schlechtes Verhalten zu entschuldigen. Aber um zu verstehen, dass Menschen oft mehr sind als der erste Eindruck.

Warum mich solche Figuren faszinieren

Als Autorin interessieren mich selten die perfekten Figuren. Mich interessieren Menschen mit Ecken und Kanten. Menschen, die Fehler machen. Menschen, die kämpfen. Menschen, die sich selbst manchmal im Weg stehen.

Dort entstehen die Geschichten, die berühren. Hinter jeder harten Fassade steckt eine Geschichte.


  • Eine Erfahrung.
  • Ein Verlust.
  • Eine Sehnsucht.


Und manchmal braucht es nur einen Menschen, der bereit ist, hinter diese Fassade zu blicken.

Ein Blick nach Litliheimar

Auch in Isilove – Nah am Abgrund begegnet ihr einer jungen Frau, die gelernt hat, sich zu schützen.


  • Mit Worten.
  • Mit Wut.
  • Mit Distanz.


Doch auf dem Islandpferdehof Litliheimar wird sie Menschen begegnen, die sich nicht so leicht abschütteln lassen. Menschen, die mehr sehen als das, was sie nach außen zeigt. Ob das genügt, um ihre Mauern ins Wanken zu bringen? Das müsst ihr selbst herausfinden.


Kathis Geschichte bewegt und soll eine Botschaft weitergeben, im echten Leben einen zweiten Blick zu wagen. Nicht jeder, der laut ist, ist stark. Nicht jeder, der abweisend wirkt, möchte allein sein. Und nicht jede harte Schale verbirgt einen harten Kern. Manchmal verbergen sich hinter Wut, Trotz und scheinbarer Gleichgültigkeit genau die Menschen, die sich am meisten nach Verständnis, Vertrauen und Zugehörigkeit sehnen.


Das hat mich inspiriert und dazu schickte ich Kathi auf den Islandpferdehof Litliheimar, um sich selbst zu finden. Dort begegnet sie Menschen, die sich nicht von ihrer rauen Art abschrecken lassen, sondern ihr die Chance geben, zu zeigen, wie liebenswert sie ist. Mehr zu Isilove – Nah am Abgrund

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Was dich erwartet: Verständliche, emotionale Sprache Starke, aber nahbare Heldinnen Themen wie Selbstzweifel, Zukunftsentscheidungen und erste große Gefühle Keine überfordernden expliziten Inhalte Emotionale Tiefe ohne Überdramatisierung Perfekt für junge Leser:innen – und für alle, die Pferdegeschichten mit Herz lieben. Muss ich die ISILOVE-Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen? Kurzantwort Nein. Jeder Band ist eigenständig lesbar. Wichtig zu wissen: Jede Geschichte hat eine eigene Protagonistin Jede Story hat einen abgeschlossenen Konflikt Das verbindende Element ist der Islandpferdehof Litliheimar Manchmal tauchen bekannte Figuren wieder auf Kein Vorwissen nötig Du kannst mit dem Band starten, dessen Klappentext dich am meisten anspricht. Was macht einen guten Coming-of-Age-Roman aus? Eine Figur wächst über sich hinaus, durch Entscheidungen, Fehler und Mut. Typische Merkmale: Innere Konflikte Identitätsfindung Erste Liebe Konflikte mit Eltern oder Umfeld Ein Wendepunkt, der alles verändert In ISILOVE bedeutet das: In „Geh deinen Weg“ kämpft Hanna gegen Erwartungsdruck. In „Nah am Abgrund“ muss Kathi Verantwortung übernehmen. Coming-of-Age bedeutet nicht Perfektion, sondern Entwicklung. Was unterscheidet Jugendbuch von Young Adult? Jugendbuch ist oft zugänglicher, Young Adult emotional intensiver: ISILOVE verbindet beides. Jugendbuch: Frühe Teenjahre Leicht zugängliche Sprache Erste große Konflikte Young Adult: Intensivere Gefühlswelten Identitäts- und Zukunftsfragen Beziehungsdynamiken ISILOVE: Jugendbuch mit YA-Tiefe. Ideal für Leser:innen zwischen 10 und 18 und darüber hinaus. Welche Themen behandelt „Isilove – Geh deinen Weg“? Kurzantwort Träume vs. Erwartungen und der Mut, sich selbst treu zu bleiben. Zentrale Themen: Druck der Eltern Erste große Liebe Berufswunsch Pferdewirtin Finanzielle Eigenständigkeit Selbstbestimmung Für alle, die schon einmal gehört haben: „Das schaffst du nicht.“ Welche Themen behandelt „Isilove – Nah am Abgrund“? Kurzantwort Fehler, Konsequenzen und die Frage: Wer will ich wirklich sein? Zentrale Themen: Außenseiterin sein Drogenfund und Sozialstunden Neuanfang auf einem Pferdehof Rivalität und Eifersucht Vertrauen lernen Ein intensiver Band für alle, die Geschichten mit Kante lieben. Muss ich Pferdewissen haben, um ISILOVE zu lesen? Kurzantwort Nein, aber Pferdeliebhaber:innen werden viele Details wiedererkennen. Für Pferdefans: Stallalltag Verantwortung für ein eigenes Pferd Emotionale Bindung Islandpferde-Atmosphäre Für Nicht-Pferdefans: Fokus liegt auf den Figuren Konflikte sind universell Pferde sind Spiegel der Gefühle Pferde sind das Herz, aber lange nicht der Kern der Geschichten. Warum sind Pferdehof-Romane so beliebt? Kurzantwort Weil sie Geborgenheit und Drama perfekt verbinden. Was Leser:innen lieben: Natur & Waldrand-Atmosphäre Freundschaft & Herdengefühl Bindung zwischen Mensch und Pferd Flucht aus dem Alltag Besonderheit bei ISILOVE: Islandpferdehof Litliheimar in Bayern, mit ganz eigener Stimmung. Pferdegeschichten sind emotionale Heimat. Wie viel Romantik steckt in ISILOVE? Kurzantwort Romantik spielt eine große Rolle, ersetzt aber nie die persönliche Entwicklung. Wichtig: Liebe ist Auslöser, nicht Lösung Konflikte bleiben realistisch Heldinnen müssen selbst handeln Gefühle sind intensiv und glaubwürdig Herzklopfen ja, Kitsch nein. Gibt es sensible Themen? Kurzantwort Ganz klar, ja! Themen, auch für künftige Bände können sein: Drogenkonsequenzen Außenseitererfahrungen Familiärer Druck Selbstzweifel Esstörung Mobbing Schuldgefühle Geschwisterkonflikt Armut und Ausgrenzung Warum das wichtig ist: Weil echte Entwicklung oft dort beginnt, wo es weh tut. Daher sind meine Geschichten immer emotional, aber auch hoffnungsvoll. Für wen ist die ISILOVE-Reihe besonders geeignet? Ideal für: Pferdemädchen ab 10 Teenager in Umbruchphasen Leser:innen, die starke Heldinnen mögen Fans von Coming-of-Age & Romance Pferdefrauen, die emotionale Geschichten lieben Wenn du Pferde + Gefühl + Selbstfindung magst, bist du hier richtig. Wie finde ich heraus, ob ISILOVE mein Buch ist? Der Mini-Selbsttest: Wenn du mindestens zwei Aussagen fühlst, passt die Reihe zu dir: Ich liebe Pferdegeschichten. Ich mag starke Mädchenfiguren. Ich lese gern über erste große Liebe. Ich suche Geschichten über Mut und Selbstbestimmung. Ich will Bücher, die Hoffnung machen. ISILOVE ist für alle, die ihren eigenen Weg suchen oder gerade dabei sind, ihn zu finden. Die ISILOVE-Reihe erzählt eigenständige Geschichten starker junger Frauen, verbunden durch den Islandpferdehof Litliheimar. Du kannst mit jedem Band starten. Vielleicht erkennst du dich in Hanna wieder. Vielleicht mehr in Kathi. Vielleicht wartet deine Lieblingsfigur erst im nächsten Band. Welcher Band spricht dich gerade am meisten an? Entdecke die Reihe hier: Isilove-Reihe
von Tami Leysing 17. Februar 2026
08/26 Isilove – Geh deinen Weg: Ein Islandpferde Jugendroman über Selbstfindung, erste Liebe und den Mut, den eigenen Weg zu gehen Mit Isilove – Geh deinen Weg ist ein Islandpferd Jugendroman entstanden, der weit mehr erzählt als eine Geschichte über Pferde. Es ist ein Coming-of-Age Roman über Selbstfindung, Freundschaft, Leistungsdruck, erste Liebe – und über die leise, aber kraftvolle Entscheidung, auf das eigene Herz zu hören. Als ich dieses Pferdebuch für Mädchen ab 12 geschrieben habe, war mir eines besonders wichtig: Ich wollte keine perfekte Heldin erschaffen. Ich wollte eine Figur, die zweifelt. Die Fehler macht. Die sich täuscht. Und die trotzdem den Mut findet, aufzustehen und weiterzugehen. Hanna ist sechzehn Jahre alt und steht an einem Wendepunkt ihres Lebens.