Mein Weg als Autorin der Isilove-Reihe
Tami Leysing • 2. September 2025
Mein Weg als Autorin der Isilove-Reihe
36/2025
In diesem besonderen Interview nehme ich dich mit hinter die Kulissen meiner Bücher. Ich teile, was mich antreibt, berührt und inspiriert – und warum ich mit viel Herz Geschichten schreibe, die sowohl junge Leser:innen wie auch pferdebegeisterte Seelen erreichen.
Über mich als Autorin
1. Was hat dich dazu inspiriert, mit dem Schreiben zu beginnen – und warum gerade eine Geschichte wie Isilove – Geh deinen Weg?
Schon als Kind war ich eine Vielleserin, Schreiberin und Träumerin. In meinen Tag- und Nachtträumen war ich stets die Heldin. Mein erstes Buch, das bis heute im Regal steht, hieß Mein kleines Pony. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr mich die Geschichte eines Fohlens, das sich von seiner Mutter trennen musste, berührte. Diese frühe Sehnsucht nach emotionaler Tiefe und Verbindung war wohl der Samen.
Später verschlang ich Stephen King, sein erzählerischer Mut hat mich tief geprägt. Ich bewunderte, wie er Realität und Fiktion verwebt, und merkte im Unterbewusstsein: „Ja, das will ich auch schaffen.“ Überall sah ich Szenen entstehen, fühlte mich inspiriert: Eine Nachbarin auf einer Holzbank, flüchtiger Blick, eine Geschichte. Die erste Szene, die ich je notierte, entstand genau so. Seit 2012 sauge ich alles in mich auf, was es über das Schreiben zu lernen gibt. Doch erst 2019 fühlte ich mich bereit, aus einer Idee ein erstes Manuskript zu formen.
1. Was hat dich dazu inspiriert, mit dem Schreiben zu beginnen – und warum gerade eine Geschichte wie Isilove – Geh deinen Weg?
Schon als Kind war ich eine Vielleserin, Schreiberin und Träumerin. In meinen Tag- und Nachtträumen war ich stets die Heldin. Mein erstes Buch, das bis heute im Regal steht, hieß Mein kleines Pony. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr mich die Geschichte eines Fohlens, das sich von seiner Mutter trennen musste, berührte. Diese frühe Sehnsucht nach emotionaler Tiefe und Verbindung war wohl der Samen.
Später verschlang ich Stephen King, sein erzählerischer Mut hat mich tief geprägt. Ich bewunderte, wie er Realität und Fiktion verwebt, und merkte im Unterbewusstsein: „Ja, das will ich auch schaffen.“ Überall sah ich Szenen entstehen, fühlte mich inspiriert: Eine Nachbarin auf einer Holzbank, flüchtiger Blick, eine Geschichte. Die erste Szene, die ich je notierte, entstand genau so. Seit 2012 sauge ich alles in mich auf, was es über das Schreiben zu lernen gibt. Doch erst 2019 fühlte ich mich bereit, aus einer Idee ein erstes Manuskript zu formen.
Eine Dystopie, die bis heute in der Schublade liegt und wahrscheinlich niemals veröffentlicht werden wird.
Heute schreibe ich unter meinem Pseudonym Tami Leysing, das was – eine Kombination meiner kreativen und redaktionellen Identität.
2. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du Rituale oder bevorzugte Orte?
Mein Alltag folgt einem Rhythmus aus Klarheit und Kreativität. Morgens beginnt der Tag mit einem Kaffee und fünfzehn Minuten schweigsamen Schreiben, quasi meine „Morgenseiten“, um in den Tag zu finden. Danach erstelle ich die ersten Texte für meinen Arbeitgeber. Erst danach wechsle ich zu den Aufgaben, aus meiner Autoren- oder Lektoratstätigkeit. Mein Schreibtisch, ein ruhiger, sonniger Fensterplatz, oder ich verbringe den Nachmittag am Stall bei meiner Islandstute Snerpa und arbeite am Abend. Im Tölt durch die Wälder, oder ein Spaziergang sind die Kraftquellen, die mich in den kreativen Flow bringen.
3. Welche Themen bewegen dich persönlich am meisten – und warum tauchen sie in deinen Büchern auf?
Mich faszinieren nicht nur große Gefühle, sondern auch die psychologischen Feinheiten dahinter: Was formt uns? Welche inneren Muster bestimmen unser Denken und Handeln – und wie gelingt es, sich daraus zu lösen oder daran zu wachsen? Es begeistert mich, wie viel Stärke in der ehrlichen Auseinandersetzung mit sich selbst liegt – und genau diese Entwicklung greife ich in meinen Geschichten auf. Ich interessiere mich seit jeher für Selbstfindung, emotionale Verantwortung, Beziehungen und das Erwachsenwerden. Themen, die besonders Jugendliche berühren. In Isilove verflechte ich das Thema Freiheit mit der natürlichen, urteilsfreien Verbindung, die Islandpferde schenken – und ich weiß aus eigener Erfahrung: Pferde sind Spiegel, Seelenpartner, Heimat für Gefühle.
4. Was bedeutet dir Freiheit – im Leben und beim Schreiben?
Freiheit ist für mich existenziell, sowohl persönlich als auch kreativ. Wahrscheinlich möchte ich mich auch deshalb nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen, weil so unterschiedliche Facetten in mir schlummern. Band 1 der Isilove-Reihe erzählt von Hanna, die sich zwischen Erwartung und Sehnsucht verliert, und durch die Verbindung zu ihrem Pferd Katla lernt, ihrem Herzen zu folgen. Freiheit bedeutet Mut: Mut, seinen Weg zu gehen, seine Stimme zu finden, auch wenn es unbequem ist.
5. Welche Autor:innen oder Werke haben dich geprägt oder begleiten dich bis heute?
Oh, da gibt es einige. Ganz sicher, Michael Ende mit seiner Unendlichen Gesichte. Stephen King als einer der produktivsten Autoren unserer Zeit, bleibt eine Inspirationsquelle, aber auch bekannte Autor:innen von Psychothrillern. Wenn es um emotionale Tiefe geht, würde ich Kristin Hannah erwähnen wollen. Ich bewundere Autor:innen, die leise Räume öffnen und starke Empathie zeigen.
Heute schreibe ich unter meinem Pseudonym Tami Leysing, das was – eine Kombination meiner kreativen und redaktionellen Identität.
2. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du Rituale oder bevorzugte Orte?
Mein Alltag folgt einem Rhythmus aus Klarheit und Kreativität. Morgens beginnt der Tag mit einem Kaffee und fünfzehn Minuten schweigsamen Schreiben, quasi meine „Morgenseiten“, um in den Tag zu finden. Danach erstelle ich die ersten Texte für meinen Arbeitgeber. Erst danach wechsle ich zu den Aufgaben, aus meiner Autoren- oder Lektoratstätigkeit. Mein Schreibtisch, ein ruhiger, sonniger Fensterplatz, oder ich verbringe den Nachmittag am Stall bei meiner Islandstute Snerpa und arbeite am Abend. Im Tölt durch die Wälder, oder ein Spaziergang sind die Kraftquellen, die mich in den kreativen Flow bringen.
3. Welche Themen bewegen dich persönlich am meisten – und warum tauchen sie in deinen Büchern auf?
Mich faszinieren nicht nur große Gefühle, sondern auch die psychologischen Feinheiten dahinter: Was formt uns? Welche inneren Muster bestimmen unser Denken und Handeln – und wie gelingt es, sich daraus zu lösen oder daran zu wachsen? Es begeistert mich, wie viel Stärke in der ehrlichen Auseinandersetzung mit sich selbst liegt – und genau diese Entwicklung greife ich in meinen Geschichten auf. Ich interessiere mich seit jeher für Selbstfindung, emotionale Verantwortung, Beziehungen und das Erwachsenwerden. Themen, die besonders Jugendliche berühren. In Isilove verflechte ich das Thema Freiheit mit der natürlichen, urteilsfreien Verbindung, die Islandpferde schenken – und ich weiß aus eigener Erfahrung: Pferde sind Spiegel, Seelenpartner, Heimat für Gefühle.
4. Was bedeutet dir Freiheit – im Leben und beim Schreiben?
Freiheit ist für mich existenziell, sowohl persönlich als auch kreativ. Wahrscheinlich möchte ich mich auch deshalb nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen, weil so unterschiedliche Facetten in mir schlummern. Band 1 der Isilove-Reihe erzählt von Hanna, die sich zwischen Erwartung und Sehnsucht verliert, und durch die Verbindung zu ihrem Pferd Katla lernt, ihrem Herzen zu folgen. Freiheit bedeutet Mut: Mut, seinen Weg zu gehen, seine Stimme zu finden, auch wenn es unbequem ist.
5. Welche Autor:innen oder Werke haben dich geprägt oder begleiten dich bis heute?
Oh, da gibt es einige. Ganz sicher, Michael Ende mit seiner Unendlichen Gesichte. Stephen King als einer der produktivsten Autoren unserer Zeit, bleibt eine Inspirationsquelle, aber auch bekannte Autor:innen von Psychothrillern. Wenn es um emotionale Tiefe geht, würde ich Kristin Hannah erwähnen wollen. Ich bewundere Autor:innen, die leise Räume öffnen und starke Empathie zeigen.
Fragen zum Buch Isilove – Geh deinen Weg
1. Was macht Isilove – Geh deinen Weg für dich besonders – und worauf dürfen sich Leser:innen freuen?
Die Isilove–Reihe ist für mich ein Herzensprojekt, ein Coming-of-Age-Erlebnis für Mädchen ab etwa 11 oder 12 Jahren. Isilove – Geh deinen Weg erzählt von Schulstress, Erwartungsdruck, der ersten Liebe und pferdgestützter Selbstfindung – und davon, wie leise Begegnungen das Innerste bewegen. Leser:innen dürfen sich auf Hanna freuen, die mit Mut, Verletzlichkeit und Herz ihren Weg findet. Und auf Islandpferde, die Nähe, Rhythmus und Erdung schenken.
2. Gab es beim Schreiben eine Szene, die dir besonders nah ging oder schwerfiel?
Ja! Tief bewegt haben mich die Dialoge zwischen Hanna und ihrer Mutter. Es ist kein großes Showdown, kein dramatisches Finale, und doch haben Testleser:innen genau diese Szenen als sehr emotional und tiefgründig empfunden. Sätze wie: „Ende der Diskussion.“ oder „Ich hasse dich!“ transportieren einen ganzen Kosmos aus Missverständnis, Erwartung und verletztem Vertrauen. Solche Momente schreibt das Leben, und treffen dadurch besonders.
3. Wie kamst du auf die Idee, Islandpferde mit den Themen Freundschaft und Erwachsenwerden zu verbinden?
Die Verbindung wuchs aus meiner persönlichen Leidenschaft: Ich bin begeisterte Islandpferdereiterin, Snerpa ist meine Islandstute, mit der ich durchs Leben tölte und erdende Momente erlebe. Islandpferde wirken ohne Urteil, spiegeln Emotionen und schenken ruhige Stärke. Ideal, um einen inneren Suchprozess zu begleiten und zu spüren.
4. Welche Botschaft möchtest du deinen Leser:innen mitgeben?
„Stärke muss nicht laut sein. Leise Wege gelten auch.“ Isilove ist ein Plädoyer für Selbstvertrauen, echte Begegnung, und Mut zur eigenen Stimme. Es soll zeigen, dass Verbindung und Vertrauen, oft sanft, größer und nachhaltiger sein können als jeder Druck.
5. Gibt es eine Figur, in der du dich selbst besonders wiedererkennst? Warum?
Ich sehe viel von mir in Hanna: ihre Sehnsucht nach Freiheit, der Druck, den Erwartungen zu genügen, und ihr Bedürfnis, sich zu entdecken. Auch Katla, das Islandpferd, erinnert an meine eigene Stute – stark, sensibel, eigenständig. Die Figuren tragen viel von meiner eigenen Stimme, meiner Empathie und meinem Verständnis für das leise Wachsen.
Fragen zu deinem Weg als Autorin und Mensch
1. Was war die größte Herausforderung auf deinem bisherigen Weg als Autorin – und was hast du daraus gelernt?
Selbstzweifel und das Jonglieren meiner Arbeit im Marketing, das Schreiben und Lektorieren – all das verlangt Balance. Als freie Lektorin und Autorin lerne ich ständig, mich zu strukturieren, gleichzeitig offen zu bleiben fürs kreative Fließen. Ich habe gelernt: Disziplin mit Herz und Achtsamkeit kann beides, innere Freiheit und klare Umsetzung. Manchmal vergesse ich die Pausen, doch ich spüre schnell, wann es wieder Zeit ist für Entspannung.
2. Wie gehst du mit Selbstzweifeln oder Kritik um?
Ich sehe Testleser:innen und konstruktives Lektorat als Geschenk, nicht als Bewertung. Feedback ist Wegweiser, kein Urteil. Und meine Verbindung zu Islandpferden hilft mir, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Zudem nehme ich mir die Freiheit, das anzunehmen, was in mir Resonanz auslöst.
3. Was motiviert dich, dranzubleiben, auch wenn es mal schwierig wird?
Die Freude beim Schreiben, die erste Szene, ein vollendets Manuskript. Wenn ich es geschafft habe, aus einer Idee, eine Geschichte wachsen zu lassen. Die Rückmeldung einer Leserin, die sich verstanden fühlt. Und mein Islandpferd, das mir jedes Mal zeigt, dass Verbindung stärker ist als Zweifel.
4. Was bedeutet dir der Kontakt zu deinen Leser:innen?
Mir sind die Menschen, die sich wie ich für Bücher begeistern können, sehr ans Herz gewachsen. Es fühlt sich an, wie eine Gemeinschaft, die Nähe zulässt und inspiriert. Ich höre zu, schreibe zurück, und wachse gemeinsam.
5. Wenn du deinem jüngeren Ich einen Rat geben könntest – welcher wäre das?
„Vertrau deinem inneren Kompass. Unsicherheit ist kein Hindernis, sondern Treiber – wenn du Mut entgegensetzt. Geh weiter, trotz Zweifel. Dein Weg ist echt, und das Leben führt dich genau dorthin, wo du hingehörst.“
1. Was macht Isilove – Geh deinen Weg für dich besonders – und worauf dürfen sich Leser:innen freuen?
Die Isilove–Reihe ist für mich ein Herzensprojekt, ein Coming-of-Age-Erlebnis für Mädchen ab etwa 11 oder 12 Jahren. Isilove – Geh deinen Weg erzählt von Schulstress, Erwartungsdruck, der ersten Liebe und pferdgestützter Selbstfindung – und davon, wie leise Begegnungen das Innerste bewegen. Leser:innen dürfen sich auf Hanna freuen, die mit Mut, Verletzlichkeit und Herz ihren Weg findet. Und auf Islandpferde, die Nähe, Rhythmus und Erdung schenken.
2. Gab es beim Schreiben eine Szene, die dir besonders nah ging oder schwerfiel?
Ja! Tief bewegt haben mich die Dialoge zwischen Hanna und ihrer Mutter. Es ist kein großes Showdown, kein dramatisches Finale, und doch haben Testleser:innen genau diese Szenen als sehr emotional und tiefgründig empfunden. Sätze wie: „Ende der Diskussion.“ oder „Ich hasse dich!“ transportieren einen ganzen Kosmos aus Missverständnis, Erwartung und verletztem Vertrauen. Solche Momente schreibt das Leben, und treffen dadurch besonders.
3. Wie kamst du auf die Idee, Islandpferde mit den Themen Freundschaft und Erwachsenwerden zu verbinden?
Die Verbindung wuchs aus meiner persönlichen Leidenschaft: Ich bin begeisterte Islandpferdereiterin, Snerpa ist meine Islandstute, mit der ich durchs Leben tölte und erdende Momente erlebe. Islandpferde wirken ohne Urteil, spiegeln Emotionen und schenken ruhige Stärke. Ideal, um einen inneren Suchprozess zu begleiten und zu spüren.
4. Welche Botschaft möchtest du deinen Leser:innen mitgeben?
„Stärke muss nicht laut sein. Leise Wege gelten auch.“ Isilove ist ein Plädoyer für Selbstvertrauen, echte Begegnung, und Mut zur eigenen Stimme. Es soll zeigen, dass Verbindung und Vertrauen, oft sanft, größer und nachhaltiger sein können als jeder Druck.
5. Gibt es eine Figur, in der du dich selbst besonders wiedererkennst? Warum?
Ich sehe viel von mir in Hanna: ihre Sehnsucht nach Freiheit, der Druck, den Erwartungen zu genügen, und ihr Bedürfnis, sich zu entdecken. Auch Katla, das Islandpferd, erinnert an meine eigene Stute – stark, sensibel, eigenständig. Die Figuren tragen viel von meiner eigenen Stimme, meiner Empathie und meinem Verständnis für das leise Wachsen.
Fragen zu deinem Weg als Autorin und Mensch
1. Was war die größte Herausforderung auf deinem bisherigen Weg als Autorin – und was hast du daraus gelernt?
Selbstzweifel und das Jonglieren meiner Arbeit im Marketing, das Schreiben und Lektorieren – all das verlangt Balance. Als freie Lektorin und Autorin lerne ich ständig, mich zu strukturieren, gleichzeitig offen zu bleiben fürs kreative Fließen. Ich habe gelernt: Disziplin mit Herz und Achtsamkeit kann beides, innere Freiheit und klare Umsetzung. Manchmal vergesse ich die Pausen, doch ich spüre schnell, wann es wieder Zeit ist für Entspannung.
2. Wie gehst du mit Selbstzweifeln oder Kritik um?
Ich sehe Testleser:innen und konstruktives Lektorat als Geschenk, nicht als Bewertung. Feedback ist Wegweiser, kein Urteil. Und meine Verbindung zu Islandpferden hilft mir, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Zudem nehme ich mir die Freiheit, das anzunehmen, was in mir Resonanz auslöst.
3. Was motiviert dich, dranzubleiben, auch wenn es mal schwierig wird?
Die Freude beim Schreiben, die erste Szene, ein vollendets Manuskript. Wenn ich es geschafft habe, aus einer Idee, eine Geschichte wachsen zu lassen. Die Rückmeldung einer Leserin, die sich verstanden fühlt. Und mein Islandpferd, das mir jedes Mal zeigt, dass Verbindung stärker ist als Zweifel.
4. Was bedeutet dir der Kontakt zu deinen Leser:innen?
Mir sind die Menschen, die sich wie ich für Bücher begeistern können, sehr ans Herz gewachsen. Es fühlt sich an, wie eine Gemeinschaft, die Nähe zulässt und inspiriert. Ich höre zu, schreibe zurück, und wachse gemeinsam.
5. Wenn du deinem jüngeren Ich einen Rat geben könntest – welcher wäre das?
„Vertrau deinem inneren Kompass. Unsicherheit ist kein Hindernis, sondern Treiber – wenn du Mut entgegensetzt. Geh weiter, trotz Zweifel. Dein Weg ist echt, und das Leben führt dich genau dorthin, wo du hingehörst.“

KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.

14/2026 Viele Autor:innen glauben, Spannung entstehe nur durch Verfolgungsjagden, Explosionen oder dramatische Wendungen. Doch die Wahrheit ist: Die stärkste Spannung entsteht oft dort, wo scheinbar „nichts“ passiert. In Blicken. In unausgesprochenen Gedanken. In Entscheidungen, die noch nicht getroffen wurden. Wenn du lernst, Spannung ohne Action zu erzeugen, schaffst du Geschichten, die Leser:innen wirklich fesseln – weil sie emotional involviert sind.

12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.






