Ein Vergleich ProduktmanagerIn vs. AutorIn
Tami Leysing • 8. Februar 2023
Ein Vergleich - ProduktmanagerIn vs. AutorIn
08/2023
Desto tiefer ich in das Autorenleben einsteige, umso bewusster wird mir, dass sich das Autorenleben von meinem Hauptberuf nicht so sehr unterschiedet. Am Anfang steht die Entwicklung von Ideen und später erfolgt die Umsetzung. Im Arbeitsprozess kann ich das Schreiben, wie auch meine Tätigkeit als ProduktmanagerIn für Kongresse in klare Projektphasen einteilen. Im Grunde zwei völlig unterschiedliche Berufe und doch liegen sie so nah beieinander.
Sei gespannt! Mach dich mit mir auf eine spannende Reise – durch den Vergleich von ProduktmanagerIn und AutorIn. Erfahre, wie beide Berufsfelder interagieren können, um gemeinsam kreative Lösungen zu finden. Auch wenn jede Rolle einzigartige Anforderungen hat.
Einblicke in die unterschiedlichen Rollen
ProduktmanagerInnen sind für die Entwicklung, das Management und den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen verantwortlich. Sie müssen nicht nur über ein umfassendes Verständnis des Marktes verfügen, sondern auch in der Lage sein, dieses Wissen in Strategien und Entscheidungen umzusetzen. Dazu müssen sie eng mit anderen Abteilungen und externen Partnern zusammenarbeiten. Zu den Aufgaben gehören das Identifizieren von Trends, das Umsetzen von Ideen. Eine ProduktmanagerIn benötigt außerdem analytische Fähigkeiten, um Daten zu analysieren und Probleme zu lösen.
AutorInnen schreiben Texte für verschiedene Zwecke wie Bücher, Artikel oder Blogbeiträge. Sie müssen über fundierte Kenntnisse in ihrem Spezialgebiet verfügen und über gutes Textverständnis sowie hervorragende Schreib- und Kommunikationsfähigkeiten. AutorInnen müssen in der Lage sein, komplexe Gedankengänge in leicht verständliche Texte zu übersetzen und auf die Bedürfnisse ihres Publikums abgestimmt zu schreiben. Sie sollten auch über eine hohe Arbeitsmoral verfügen sowie eine starke Motivation haben, um qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren. Ihr Ziel ist es ihre Zielgruppe zu begeistern. Spannende Stories entwickeln, LeserInnen mitreißen. Geht es dann ins Selfpublishing, sind weitere Skills gefragt. Man braucht ein gutes Konzept, um seine Werke auf unterschiedlichen Kanälen zu vermarkten. Wer darüber hinaus, regelmäßig in die Kennzahlen schaut, kann bei Bedarf die vertrieblichen Aktivitäten anpassen.
Gemeinsamkeiten in den einzelnen Projektphasen
Beide Berufe erfordern Engagement, Hingabe und Kreativität sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Teams oder Fachkräften. Lasst uns gemeinsam eintauchen in die einzelnen Projektphasen von ProduktmanagerInnen und AutorInnen.
Für AutorInnen im Selfpublishing
AutorInnen sammeln am laufenden Band Ideen. Sie landen in Notizbüchern, digitalen Ordnern und im Smarthphone. Sie entwickeln die Figuren ihrer Geschichten und bringen den Handlungsverlauf in einen logischen Plot. Sobald die Szenenfolge steht, geht es daran die Rohfassung zu schreiben. Steht das Wort Ende unter dem Text wird das Manuskript überarbeitet und im Lektorat auf sämtliche Schwachstellen hin geprüft. Sie beauftragen CoverdesignerInnen, definieren Werbemaßnahmen und erstellen einen Werbeplan. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, aktiv potentielle LeserInnen anzusprechen, um über das Buch selbst und den Veröffentlichungstermin zu informieren. Zu einem späteren Zeitpunkt angeln sie sich durch die Rezensionen, um die Bedürfnisse und das Feedback ihrer Leserschaft zu erfahren. Sie checken Kosten und Verkäufe und nehmen schnellstmöglich das nächste Buch in Angriff.
Für ProduktmanagerInnen in der Weiterbildungsbranche
Sie stöbern nach aktuellen Themen auf Webseiten, erweitern ständig ihr Netzwerk mit passenden Speakern und Vortragsrednern. Sie konfigurieren Titel und Vortragsinhalte und bleiben ständig am Ball, um für die TeilnehmerInnen ein spannendes, aber auch wertvolles Programm zu konzipieren. Danach beauftragen sie Grafiker, entscheiden über Layout und textlicher Ausrichtung. Um das Programm nun an die richtige Zielgruppe zu verteilen, werden Werbepläne erstellt, Webseiten aktualisiert und die kontinuierliche Kundenansprache sorgt hoffentlich auch in ihrem Fall für ausreichend Teilnehmer für die Veranstaltung. Sie werten Feedbackbögen aus, evaluieren Kosten und Umsätze. Und noch bevor man sich ganz erholt hat, fasst man bereits den nächsten Kongress im Folgejahr ins Auge.
Welcher Job bietet mehr Vorteile?
Wenn Sie sich für eine Karriere im Bereich Produktmanagement oder Autorenschaft entscheiden, stellt sich die Frage: Welcher Job bietet mehr Vorteile? Beide haben ihre Vor- und Nachteile sowie verschiedene Arbeitszeiten, Gehälter und Berufsaussichten.
ProduktmanagerInnen sind dafür verantwortlich, neue Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, um Gewinne zu erzielen. Dazu gehört normalerweise auch die Erstellung von Marktforschungsberichten, Wettbewerbsanalysen und anderen wichtigen Dokumenten. Sie müssen mit Kunden kommunizieren und sicherstellen, dass die Produkte ihren Erwartungen entsprechen. Als ProduktmanagerIn arbeitet man in der Regel an einem regelmäßigen Tagesschema, obwohl es vorkommen kann, dass man abends oder am Wochenende arbeitet. Der Lohn hängt von der Erfahrung und dem Unternehmen ab, aber er ist in der Regel höher als für AutorInnen. Außer es klappt auf Anhieb mit dem Bestseller. Die Berufsaussichten für ProduktmanagerInnen sind gut, da es viele verschiedene Branchen gibt, in denen man diese Rolle übernehmen kann.
AutorInnen schreiben Bücher oder Artikel in Magazinen oder Online-Publikationen. Oft müssen sie auch über bestimmte Themen recherchieren und ihre Arbeit an Redakteure senden, um Feedback zu erhalten. Es gibt keine festgelegte Arbeitszeit für Schriftsteller; manchmal ist man gezwungen, bis spät in die Nacht zu arbeiten, um eine Deadline einzuhalten. Der Lohn ist geringer als bei anderen Stellen und hängt von der Anzahl der fertigen Bücher oder Veröffentlichungen ab. Die Erfolgsgeschichten hängen stark von dem geschriebenen Genre ab, denn auch der Buchmarkt folgt bestimmten Trends. Doch ob Belletristik-AutorIn oder FachautorIn, die Arbeit sollte stets die eigenen Erwartungen übertreffen.
Obwohl beide Jobs interessant sein können, hat jeder seine eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Arbeitszeit, Gehalt und Karrierechancen. Ich könnte mich nie entscheiden, denn beide Rollen erfüllen mich über alle Maßen und ich bin neugierig, wohin mich dieser Weg noch führen wird. Geld oder Kreativität, darüber lässt sich streiten. In erster Linie geht es darum, sich das Leben einzurichten, in dem man glücklich und zufrieden sein kann.
Egal ob du dich für eine Karriere als ProduktmanagerIn oder AutorIn entscheidest, es gibt einige wichtige Regeln, die du beachten solltest. Zuallererst musst du dich fragen, was dich motiviert und was deine Stärken und Interessen sind. Dann kannst du diese Motivation und diese Stärken mit deinen Interessen in Einklang bringen und entsprechend planen. Auch wenn es vielleicht so aussieht, als seien beide in unterschiedlichen Bereichen tätig – letztlich geht es beiden um dasselbe: Sie wollen ihren KundInnen etwas Sinnvolles liefern. Wenn du also fest entschlossen bist, deinen Weg als ProduktmanagerIn oder AutorIn zu gehen, dann wirst du bestimmt erfolgreich sein!
Fazit: Ich fühle mich inspiriert und arbeite an meiner Identität
Seit ich erkannt habe, dass ich die Skills und Fähigkeiten meines Berufes durchaus gewinnbringend in meine Tätigkeit als AutorIn einbringen kann, bin ich wesentlich produktiver. Die Zweifel werden ein kleines bisschen weniger, ob ich überhaupt den Erwartungen gerecht werden kann, denn ich habe eine entscheidende Sache selbst in der Hand – meinen Fleiß. Und was sagte uns eine alte Redewendung: ohne Fleiß kein Preis! Deshalb klemme ich mich hinter meine Ziele. Ich sorge täglich dafür, dass ich auf Resultate zurückblicken kann, optimiere bestehende Prozesse und lerne von Menschen, die bereits erfolgreich sind. Ich lasse mich von meinen Ideen inspirieren und arbeite an meiner Identität als ProduktmanagerIn und AutorIn.
» Der einzige Beweis für Fähigkeiten sind Leistungen «
- Stichwort -
Desto tiefer ich in das Autorenleben einsteige, umso bewusster wird mir, dass sich das Autorenleben von meinem Hauptberuf nicht so sehr unterschiedet. Am Anfang steht die Entwicklung von Ideen und später erfolgt die Umsetzung. Im Arbeitsprozess kann ich das Schreiben, wie auch meine Tätigkeit als ProduktmanagerIn für Kongresse in klare Projektphasen einteilen. Im Grunde zwei völlig unterschiedliche Berufe und doch liegen sie so nah beieinander.
Sei gespannt! Mach dich mit mir auf eine spannende Reise – durch den Vergleich von ProduktmanagerIn und AutorIn. Erfahre, wie beide Berufsfelder interagieren können, um gemeinsam kreative Lösungen zu finden. Auch wenn jede Rolle einzigartige Anforderungen hat.
Einblicke in die unterschiedlichen Rollen
ProduktmanagerInnen sind für die Entwicklung, das Management und den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen verantwortlich. Sie müssen nicht nur über ein umfassendes Verständnis des Marktes verfügen, sondern auch in der Lage sein, dieses Wissen in Strategien und Entscheidungen umzusetzen. Dazu müssen sie eng mit anderen Abteilungen und externen Partnern zusammenarbeiten. Zu den Aufgaben gehören das Identifizieren von Trends, das Umsetzen von Ideen. Eine ProduktmanagerIn benötigt außerdem analytische Fähigkeiten, um Daten zu analysieren und Probleme zu lösen.
AutorInnen schreiben Texte für verschiedene Zwecke wie Bücher, Artikel oder Blogbeiträge. Sie müssen über fundierte Kenntnisse in ihrem Spezialgebiet verfügen und über gutes Textverständnis sowie hervorragende Schreib- und Kommunikationsfähigkeiten. AutorInnen müssen in der Lage sein, komplexe Gedankengänge in leicht verständliche Texte zu übersetzen und auf die Bedürfnisse ihres Publikums abgestimmt zu schreiben. Sie sollten auch über eine hohe Arbeitsmoral verfügen sowie eine starke Motivation haben, um qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren. Ihr Ziel ist es ihre Zielgruppe zu begeistern. Spannende Stories entwickeln, LeserInnen mitreißen. Geht es dann ins Selfpublishing, sind weitere Skills gefragt. Man braucht ein gutes Konzept, um seine Werke auf unterschiedlichen Kanälen zu vermarkten. Wer darüber hinaus, regelmäßig in die Kennzahlen schaut, kann bei Bedarf die vertrieblichen Aktivitäten anpassen.
Gemeinsamkeiten in den einzelnen Projektphasen
Beide Berufe erfordern Engagement, Hingabe und Kreativität sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Teams oder Fachkräften. Lasst uns gemeinsam eintauchen in die einzelnen Projektphasen von ProduktmanagerInnen und AutorInnen.
Für AutorInnen im Selfpublishing
AutorInnen sammeln am laufenden Band Ideen. Sie landen in Notizbüchern, digitalen Ordnern und im Smarthphone. Sie entwickeln die Figuren ihrer Geschichten und bringen den Handlungsverlauf in einen logischen Plot. Sobald die Szenenfolge steht, geht es daran die Rohfassung zu schreiben. Steht das Wort Ende unter dem Text wird das Manuskript überarbeitet und im Lektorat auf sämtliche Schwachstellen hin geprüft. Sie beauftragen CoverdesignerInnen, definieren Werbemaßnahmen und erstellen einen Werbeplan. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, aktiv potentielle LeserInnen anzusprechen, um über das Buch selbst und den Veröffentlichungstermin zu informieren. Zu einem späteren Zeitpunkt angeln sie sich durch die Rezensionen, um die Bedürfnisse und das Feedback ihrer Leserschaft zu erfahren. Sie checken Kosten und Verkäufe und nehmen schnellstmöglich das nächste Buch in Angriff.
Für ProduktmanagerInnen in der Weiterbildungsbranche
Sie stöbern nach aktuellen Themen auf Webseiten, erweitern ständig ihr Netzwerk mit passenden Speakern und Vortragsrednern. Sie konfigurieren Titel und Vortragsinhalte und bleiben ständig am Ball, um für die TeilnehmerInnen ein spannendes, aber auch wertvolles Programm zu konzipieren. Danach beauftragen sie Grafiker, entscheiden über Layout und textlicher Ausrichtung. Um das Programm nun an die richtige Zielgruppe zu verteilen, werden Werbepläne erstellt, Webseiten aktualisiert und die kontinuierliche Kundenansprache sorgt hoffentlich auch in ihrem Fall für ausreichend Teilnehmer für die Veranstaltung. Sie werten Feedbackbögen aus, evaluieren Kosten und Umsätze. Und noch bevor man sich ganz erholt hat, fasst man bereits den nächsten Kongress im Folgejahr ins Auge.
Welcher Job bietet mehr Vorteile?
Wenn Sie sich für eine Karriere im Bereich Produktmanagement oder Autorenschaft entscheiden, stellt sich die Frage: Welcher Job bietet mehr Vorteile? Beide haben ihre Vor- und Nachteile sowie verschiedene Arbeitszeiten, Gehälter und Berufsaussichten.
ProduktmanagerInnen sind dafür verantwortlich, neue Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, um Gewinne zu erzielen. Dazu gehört normalerweise auch die Erstellung von Marktforschungsberichten, Wettbewerbsanalysen und anderen wichtigen Dokumenten. Sie müssen mit Kunden kommunizieren und sicherstellen, dass die Produkte ihren Erwartungen entsprechen. Als ProduktmanagerIn arbeitet man in der Regel an einem regelmäßigen Tagesschema, obwohl es vorkommen kann, dass man abends oder am Wochenende arbeitet. Der Lohn hängt von der Erfahrung und dem Unternehmen ab, aber er ist in der Regel höher als für AutorInnen. Außer es klappt auf Anhieb mit dem Bestseller. Die Berufsaussichten für ProduktmanagerInnen sind gut, da es viele verschiedene Branchen gibt, in denen man diese Rolle übernehmen kann.
AutorInnen schreiben Bücher oder Artikel in Magazinen oder Online-Publikationen. Oft müssen sie auch über bestimmte Themen recherchieren und ihre Arbeit an Redakteure senden, um Feedback zu erhalten. Es gibt keine festgelegte Arbeitszeit für Schriftsteller; manchmal ist man gezwungen, bis spät in die Nacht zu arbeiten, um eine Deadline einzuhalten. Der Lohn ist geringer als bei anderen Stellen und hängt von der Anzahl der fertigen Bücher oder Veröffentlichungen ab. Die Erfolgsgeschichten hängen stark von dem geschriebenen Genre ab, denn auch der Buchmarkt folgt bestimmten Trends. Doch ob Belletristik-AutorIn oder FachautorIn, die Arbeit sollte stets die eigenen Erwartungen übertreffen.
Obwohl beide Jobs interessant sein können, hat jeder seine eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Arbeitszeit, Gehalt und Karrierechancen. Ich könnte mich nie entscheiden, denn beide Rollen erfüllen mich über alle Maßen und ich bin neugierig, wohin mich dieser Weg noch führen wird. Geld oder Kreativität, darüber lässt sich streiten. In erster Linie geht es darum, sich das Leben einzurichten, in dem man glücklich und zufrieden sein kann.
Egal ob du dich für eine Karriere als ProduktmanagerIn oder AutorIn entscheidest, es gibt einige wichtige Regeln, die du beachten solltest. Zuallererst musst du dich fragen, was dich motiviert und was deine Stärken und Interessen sind. Dann kannst du diese Motivation und diese Stärken mit deinen Interessen in Einklang bringen und entsprechend planen. Auch wenn es vielleicht so aussieht, als seien beide in unterschiedlichen Bereichen tätig – letztlich geht es beiden um dasselbe: Sie wollen ihren KundInnen etwas Sinnvolles liefern. Wenn du also fest entschlossen bist, deinen Weg als ProduktmanagerIn oder AutorIn zu gehen, dann wirst du bestimmt erfolgreich sein!
Fazit: Ich fühle mich inspiriert und arbeite an meiner Identität
Seit ich erkannt habe, dass ich die Skills und Fähigkeiten meines Berufes durchaus gewinnbringend in meine Tätigkeit als AutorIn einbringen kann, bin ich wesentlich produktiver. Die Zweifel werden ein kleines bisschen weniger, ob ich überhaupt den Erwartungen gerecht werden kann, denn ich habe eine entscheidende Sache selbst in der Hand – meinen Fleiß. Und was sagte uns eine alte Redewendung: ohne Fleiß kein Preis! Deshalb klemme ich mich hinter meine Ziele. Ich sorge täglich dafür, dass ich auf Resultate zurückblicken kann, optimiere bestehende Prozesse und lerne von Menschen, die bereits erfolgreich sind. Ich lasse mich von meinen Ideen inspirieren und arbeite an meiner Identität als ProduktmanagerIn und AutorIn.

KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.

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12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.






