Autoren Newsletter Between Words Ausgabe 02/2024

Tami Leysing • 11. April 2024

Between Words Ausgabe 02/2024

#Einblicke

Texten können

Vertrieb und Marketing ziehen sich seit mehr als zwanzig Jahren durch mein Berufsleben, umso glücklicher bin ich, dass sich nach internen Veränderungen in der Weiterbildungs-Akademie, in der ich seit zehn Jahren arbeite, neue Wege aufgetan haben. Das Schreiben hält Einzug. Ich bin im Projekt „Contentmanagement, SEO und Relaunch“ dabei. In Zusammenarbeit mit einer externen Agentur, Copywritern und interner Teampower werden die bestehenden Webtexte aktualisiert. So sorgen wir für mehr Sichtbarkeit, Klicks und zusätzliche Conversion. Die neuen Seminarbeschreibungen kommen von mir. Gute Texte sind für modernes Marketing unverzichtbar. Ich freue mich auf diese Aufgabe.

Weiterbildung Große Romanwerkstatt

Zuletzt erhielt ich von meinem Lektor der Schule des Schreibens die Überarbeitungspunkte einer Dialog-Szene meines Psychothrillers mit diesem Feedback: „Es ist Ihnen eine Szene gelungen, in der die Zwangssituation, in der die Hauptfigur Thea steckt, und die damit verbundenen seelischen Konflikte sehr gut herausgearbeitet sind. Thea weiß nicht, wie sie ihren Sohn vor ihrer ehemaligen Freundin, die jetzt ihre ärgste Feindin geworden ist, schützen soll. Voller Verzweiflung hat sie bereits an Selbstmord gedacht. Doch dann fasst sie einen Entschluss. Sie wird die Torturen durchhalten und das böse Spiel mitspielen, ihres Sohnes zuliebe. Ein Bravo für die Qualität der Notizen. Sie sind sehr klar formuliert. Ich als Leser weiß, was Sie wollen. Ihre Absichten sind unmissverständlich. Insgesamt ein gelungener Dialog, liebe Frau Strehle.“

#Islandpferde

Pferd Bodensee 16. - 18. Februar 2024

Die internationale Fachmesse präsentiert an die 420 Aussteller. Kaum zu fassen, wie aufwendig die Messe sich mittlerweile mit den großen Themen Sport, Zucht und Haltung zeigt. Großen Anklang findet das tägliche Showprogramm und der Gala-Abend "Im Takt der Pferde" runden die Veranstaltung ab. Eine unwahrscheinliche Vielfalt ist zwischenzeitlich vor Ort vertreten, so dass Liebhaber sämtlicher Rassen sich erfreuen können: Ob Esel, Pony, Warmblut oder Islandpferd - alles ist vertreten, zur Freude unserer Leidenschaft der vielseitigen Winkinger Pferde mit den großen Herzen.

#Bücherwelt

ISILOVE 2 – Nah am Abgrund


Auszug Kapitel 9
Tim wollte zur Seite hüpfen als Kathis Freund wutentbrannt aus der Sattelkammer jagte. Zu spät. Er wurde mit einem energischen Bodycheck von Kathis Typen gerammt, der mit zerzausten Haaren im Gesicht und wilden Augen entgegenfunkelte. „Geh mir aus dem Weg du Pisser!“

Tim ließ sich von dem aufgeblasenen Typen nicht beeindrucken, zumal er einen guten Kopf größer war und sich ihm nun absichtlich in den Weg stellte. Der hatte doch nicht alle Tassen im Schrank. Der Typ schubste Tim harsch zur Seite und Tim ballte vor Zorn die Fäuste. Er konnte den faden Atem seines Gegenübers spüren und fühlte einen kurzen Fluchtinstinkt in sich aufkeimen. Doch anstatt nachzugeben, starrte er den verwahrlosten Kontrahenten herausfordernd an, "Was zum Teufel soll das?", Tims Stimme bebte vor Wut und Anspannung.
"Hast du ein Problem?"
Der durchdringende Blick von diesem Macker ließ Tim seine Hände noch fester ballen. Er ignorierte den stechenden Schmerz, der durch seine Finger pulsierte. Ein hauchdünner Moment der Stille hing zwischen ihnen, während sich ihre Blicke ineinander verkeilten. Der Typ zog eine Augenbraue hoch und lächelte provokativ. Die Pöbelei ließ Tim nicht kalt, zumal der Loser hier am Hof überhaupt nichts verloren hatte. „Verschwinde vom Hof. Du hast hier nichts zu suchen.“ Tims Drohgebärde beeindruckte nicht nachdrücklich.
„Soll ich dir die Fresse polieren?“
Plötzlich stand Kathi neben Tim. „Hau ab, Robbi!“ In ihrem Gesicht standen die Zornesfalten, die Tim nicht zum ersten Mal sah, „Los verschwinde, bevor es Ärger gibt.“
„Wir hören uns Kleine.“ Der Typ warf Kathi ein Augenzwinkern zu und trat den Rückzug an. Tim strafte er mit einem verächtlichen Blick, der kälter nicht hätte sein können. Er wandte sich ab und lief Richtung Parkplatz. Tim stand immer noch breitbeinig da, entspannte sich aber, nachdem ersichtlich war, dass Kathi eine Konfrontation im Keim erstickt hatte.
„Leg dich nicht mit ihm an“, Kathis Stimme hörte sich bestimmt an, auch wenn Tim einen Hauch von Fürsorge in ihrem Unterton wahrnahm.
„Wer war das?“
„Das geht dich nichts an.“ Kathi ging zurück in die Sattelkammer und hievte einen der Sättel von der Halterung. Sie ignorierte Tim, aber er ließ nicht locker. Er legte eine Hand auf Kathis Schulter, damit sie sich zu ihm umdrehte. Energisch schüttelte sie Tims Berührung ab und sah ihn an. Tränen standen ihr im Gesicht, die sie mit zusammengekniffenen Augen versuchte zu verbergen.
„Was ist los Kathi?“ Tim wahrte den Abstand, den Kathi zwischen ihnen gesetzt hatte, obwohl er sie in diesem Moment am liebsten mit einer Umarmung getröstet hätte.

#Gedanken

Reiten und Gesundheit

Es gibt nichts Vergleichbares mit dem Wind in den Haaren, in der üppigen Mähne und dem Geklapper im kraftvollen Rhythmus der Hufe, während eines Ausritts mit unseren Islandpferden durch die Wälder zu reiten. Das Reiten draußen im Freien ist nicht nur ein aufregendes Abenteuer, sondern auch ein Weg zu einer besseren Gesundheit und einem erfüllten Leben.

Das Zusammenspiel von Mensch und Islandpferd in der freien Natur ist mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung, es ist eine tiefgreifende Verbindung, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele stärkt. Die frische Luft, die tiefe Verbindung zu meiner Isländerstute Snerpa sowie  die atemberaubende Naturkulisse der Westlichen Wälder haben für mich eine echte therapeutische Wirkung, die weit über den Reitsport hinausgeht. In einer Welt, geprägt von Technologie und Hektik bietet das Reiten eine kostbare Auszeit. Die innige Verbindung mit dem Pferd fördert zudem das Vertrauen und die emotionale Intelligenz. Die körperlichen Vorteile des Reitens sind nicht zu unterschätzen. Muskeln werden trainiert, die Haltung verbessert sich und die Körperbalance wird geschult. Jede Reitstunde und jeder Ausritt sind ein Ganzkörpertraining, das nicht nur die Beine, sondern auch den Rücken, die Bauchmuskulatur und sogar die Arme stärkt. Gleichzeitig wird die Koordination geschult, während man auf das Verhalten des Pferdes reagiert. Stress und Alltagsprobleme verblassen, wenn die positive Energie beim Reiten freigesetzt wird. Ich nutze die Zeit der Ruhe für persönliche Reflexion und inneren Frieden. Es ist eine Gelegenheit, dem hektischen Alltag zu entfliehen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Die tiefe Bindung zum Pferd machen diese Aktivität zu einem ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit und Glück. Also, schnapp dir die Zügel, lass den Alltag hinter dir und tauche ein in die wundervolle Welt des Reitens – für eine gesündere und glücklichere Lebensweise.

Herzliche Grüße und alles Liebe

Eure Sandra, Schreibende Islandpferdereiterin
von Tami Leysing • 13. September 2026
KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.
Ein scheckfarbenes Pferd grast friedlich in einer Koppel
von Tami Leysing • 5. August 2026
Wie Islandpferde Jugendliche und Erwachsene stärken: Verantwortung, Vertrauen und persönliche Entwicklung – und warum Pferdebücher dabei inspirieren können.
von Tami Leysing • 7. Juli 2026
Hinter Wut, Trotz und Coolness stecken oft verletzte Herzen
von Tami Leysing • 7. Juni 2026
Tragezeit, Aufzucht, erste Herausforderungen und warum Geduld für Islandpferde so wichtig ist
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Warum viele Autor:innen genau an diesem Punkt feststecken und woran du erkennst, dass dein Buch bereit für professionelle Unterstützung ist
von Tami Leysing • 26. Mai 2026
Warum kreatives Arbeiten weit mehr ist als Schreiben und jedes Buchprojekt volle Aufmerksamkeit verdient
Holzfiguren in bunten Farben, mit dem Text: die Entstehungsgeschichte meiner Figuren
von Tami Leysing • 29. April 2026
Wie entstehen Figuren? Erfahre, wie echte Begegnungen mit Islandpferden die Isilove-Reihe geprägt haben und warum Geschichten aus dem Leben wachsen.
Junge Frau mit Büchern lächelt in die Kamera, dazu der Text: „Selbstvertrauen entsteht im Tun, nicht
von Tami Leysing • 12. April 2026
Jugendbücher mit Islandpferden: Erfahre, wie sie Selbstvertrauen stärken, Verantwortung vermitteln und junge Leser:innen auf ihrem eigenen Weg begleiten.
von Tami Leysing • 18. März 2026
14/2026 Viele Autor:innen glauben, Spannung entstehe nur durch Verfolgungsjagden, Explosionen oder dramatische Wendungen. Doch die Wahrheit ist: Die stärkste Spannung entsteht oft dort, wo scheinbar „nichts“ passiert. In Blicken. In unausgesprochenen Gedanken. In Entscheidungen, die noch nicht getroffen wurden. Wenn du lernst, Spannung ohne Action zu erzeugen, schaffst du Geschichten, die Leser:innen wirklich fesseln – weil sie emotional involviert sind.
von Tami Leysing • 11. März 2026
12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.